Eva Bertram - Inseln
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"INSELN sind Ersatzparadiese ebenso wie Straflager, Idyllen wie Gefängnisse, letzte Zuflucht ebenso wie Ort der Verbannung, sanfte Gewährerinnen von Geborgenheit ebenso wie strenge Aufseherinnen der Weltausgeschlossenheit. Ihre Wirklichkeiten sind von Mehrdeutigkeit geprägt. Das macht sie zu einer Metapher für den aktuellen Zustand unserer visuellen Menschennatur. Noch nie haben wir so viel gesehen, und noch nie blieb so viel im Meer der Sichtbarkeit ungesehen. Die Allgegenwart von Bildern täuscht darüber hinweg, dass Sichtbar-Sein keine Garantie für Gesehen-Werden ist. EVA BERTRAM setzt mit ihren Bildern Inseln ins Meer der Unsichtbarkeiten unserer Sehgewohnheiten. Der Betrachter ihrer Bilder findet sich aus den ästhetischen Schiffbrüchen unserer alltäglichen Bilderstürme gerettet auf die Inseln der Wahrnehmung des Ungesehenen am Allerweltssichtbaren." Andreas Steffens |
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